Ein kleiner Rückblick

Auch wenn das Seminar mittlerweile schon einige Wochen her ist, so muss ich ab und zu immer noch dran denken. Hier und da merke ich, dass mir Dinge auffallen, die früher nebensächlich waren.

Etwa die Schwellen und Bordsteine auf dem Weg von meiner Wohnung zum Pirnaischen Platz, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt für mich. Inklusion und Teilhabe bedeutet für mich mittlerweile weit mehr als nur ein Schlagwort aus den Medien und Bildungswissenschaften, hinter dem sich in vielen Fällen vor allem Frust und Überforderung verbergen. Auch die Teilhabe von zum Beispiel sozial benachteiligten Menschen ist für mich wieder stärker in den Blick gerückt. So ist mir beispielsweise aufgefallen, dass ich als Lehrerin im Gespräch über die Ferien weit entfernte Orte oder kostspielige Aktivitäten beleuchten sollte – einige Kinder und Jugendliche könnten sich dabei benachteiligt fühlen. Viel mehr sollten stattdessen Dinge in den Vordergrund gerückt werden, die tatsächlich alle erleben können. Einen ganzen Tag draußen verbringen, ein Buch lesen, Sternenbilder entdecken, Mittagessen selbst kochen, bis 12.00 Uhr schlafen, etwas Neues gelernt… In meinem Praktikum möchte ich diesen Aspekt gerne berücksichtigen, gerade im Englischunterricht sind verschiedene Activities sowie die Ferien ein gern genutzter Redeanlass.

In sozialen Netzwerken bin ich auf mehrere Geschichten zur großem Thematik Inklusion gestoßen, von denen ich zwei, die mich sehr berührt haben, gerne teilen möchte. Zum einen wurde im Stadion der American Football Mannschaft Philadelphia Eagles eine Loge für Familien mit autistischen Kindern eingerichtet, in enger Zusammenarbeit mit dem Kinderkrankenhaus der Stadt. Diese besondere Loge ist so ausgestattet, dass Fans mit Autismus stressfrei Footballspiele genießen können, ohne den großen Menschenmassen und dem entsprechenden Geräuschpegel im Stadion ausgesetzt zu sein. Die Familien werden außerdem von ausgebildetem Personal betreut. Wenn ihr Interesse habt, mehr zu erfahren, könnt ihr hier den ganzen Artikel lesen. Auch wenn hier mit dem extra Raum sicherlich zunächst eine Abgrenzung stattfindet, so ist das im Endeffekt bestimmt eine tolle Sache. Toll, dass die Eagles mit gutem Beispiel voran gehen und guten Worten auch Taten folgen lassen. Vielleicht übernehmen ja sogar weitere Teams die gute Idee. Genug Geld ist in der US-Amerikanischen Footballliga allemal vorhanden.

Ein zweiter Post, den ich als sehr berührend empfunden habe und der Inklusion gleich in mehreren Dimensionen betrifft, ist der Twitter Post einer jungen Frau gewesen – und die Welle an Empathie die folgte. Emily schrieb im sozialen Netzwerk Twitter: „Falls jemand von euch eine Behinderung hat und in einer glücklichen Beziehung ist – könntet ihr hier vielleicht ein Bild von euch mit eurem Partner oder eurer Partnerin posten?“ (Übersetzung). Extra Punkte gebe es für Bilder von Menschen im Rollstuhl und Leuten der LGBT Community.

Was folgte waren viele, viele Bilder und Texte von den verschiedensten Paaren, die Emily Mut zusprachen. Hach, soziale Netzwerke können so magisch sein, wenn die Menschen auf diesen Plattformen sich entsprechend verhalten. Wunderschön.

Lest hier mehr über die Story.

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