And another workday…

So richtig was zu berichten hab nicht, aber ich wollte trotzdem mal wieder ein Lebenszeichen vom Schreibtisch senden und was zum aktuellen Stand der Arbeit schreiben.

Die Dunkelheit macht mir wie jedes Jahr etwas zu schaffen und das schlägt sich auch auf den Schreibfortschritt nieder. Im Sommer fühle ich mich definitiv energiegeladener und so hab ich ab und an den Eindruck, dass meine Arbeit bestimmt schon fast fertig wäre, hätte der Zeitraum im Sommersemester gelegen. Aber gut, ist nicht zu ändern. Ich versuche natürlich trotzdem, mich möglichst gut zu motivieren und dem Drang nach einem tiefen Winterschlaf zu widerstehen. Die Thematik digitale Medien und zeitgemäße Schule bedeutet für mich nach wie vor sehr viel und so lese ich den großen Teil Literatur auch aus ehrlichem persönlichen Interesse, das hilft enorm.

Diese Woche habe ich es neben dem theoretischen Unterbau, an dem ich mich etwas festbeiße, endlich geschafft, meine Liste an potenziellen Interviewschulen noch einmal durchzugehen und zu erweitern. Es war gar nicht so einfach, Schulen zu finden, in denen es zumindest einzelne Klassen gibt, welche im Verhältnis 1:1 oder 1:2 mit digitalen Endgeräten ausgestattet sind. Die Pilotversuche einiger Bundesländer sind erst dieses Jahr gestartet, sodass viele Schulen sich noch in der Planungsphase befinden. Andere Schulen schmücken sich zwar mit vielversprechenden Namen und geben sich nach außen sehr modern, haben aber auch nur ein paar Computerräume. Die traurigen Zahlen zur Ausstattung deutscher Schulen, die mir durch meine Recherche mittlerweile wohlvertraut sind, zB die durchschnittliche Bewertung der Ausstattung durch Schulleitungen mit der Note 3,8, bekommen so ein konkreteres Gesicht. Sicherlich ist Technik nicht alles, aber zeitgemäßes Lernen ist mit Polylux und einem veraltetem PC-Raum, der vielleicht noch Wochen im Voraus reserviert werden muss, schon echt schwer. Drei Lehrpersonen haben sich sogar schon zurückgemeldet. Echt toll, dass sich da Menschen die Zeit für meine Fragen nehmen, obwohl ich ihnen doch gar nichts zurückgeben kann. Das macht schon humble…

Die Interviews in den kommenden Wochen zu führen und zu analysieren, wird sicherlich herausfordernd, aber auch spannend. Dann wird mir hoffentlich auch klarer, wo ich in der Literatur nochmal tiefer graben und wo ich eine Grenze ziehen muss. Zur Zeit bin ich manchmal noch etwas überfordert ob der Menge. Einige Bücher habe ich durch die Bibliothek meiner Uni auch schon anschaffen lassen. Das sind Momente, in denen ich mich so ein bisschen fühle wie jemand, der die Samen für eine Graswurzelbewegung sät. Dramatisierende Bücher wie „Cyberkrank!“ von einem gewissen Herrn Spitzer kann man sich der nämlich schon langer ausleihen, u.a. das Buch „Routenplaner Digitale Bildung“ von fünf Akteuren aus dem #twitterlehrerzimmer gibt es aber noch nicht. Das habe ich mal geändert, obwohl sich das Buch längst in meinem Stapel Examensliteratur befindet. Ausgewogenheit in der Debatte und so. 😎

Eine sehr erfreuliche Nachricht war für mich, dass ich auf der Molol (Mobile Schule Oldenburg) als Referentin tätig sein darf, yeah! Das freut mich natürlich ungemein und macht mich auch etwas stolz. Noch vor einem Jahr hätte ich nicht geglaubt, wo ich heute so stehe und was für Träume ich mich langsam und vorsichtig traue zu träumen.

So, jetzt mache ich mir noch was Warmes zu trinken und dann werden noch ein paar Sätze geschrieben. Schluss mit dem Prokrastinieren.

Beitragsbild von Glenn Carstens-Peters auf Unsplash

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